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OB spricht Klartext

OB spricht Klartext

Investitionen so hoch wie nie – Bauvorhaben umgesetzt

 Mit einem Potpourri an Informationen über städtische Projekte kam Oberbürgermeister Thomas Thumann zum letzten Bürgergespräch des Jahres der UPW in das Gasthaus „Zur Au“ in Woffenbach.

Unter Leitung von drittem Vorsitzenden Jakob Bierschneider konnten auch der FW-Kreisvorsitzende Günter Müller sowie mehrere UPW-Stadträte begrüßt werden. Bierschneider gab in seiner Funktion als Verkehrsreferent der Stadt Neumarkt bekannt, dass ab sofort die Verkehrsführung am Unteren Tor geändert werde und nun ein Fahrbahnwechsel stattfinde. Seinen besonderen Dank übermittelte er hierbei der Polizei Neumarkt, welche den Brennpunkt immer entschärfe und einen erheblichen Anteil daran habe, dass es dort so gut wie nie zu Unfällen komme.

Oberbürgermeister Thumann, gerade von der Bausenatssitzung sowie der Einweihung des Woffenbacher Schlossparks gekommen, streifte in seiner knapp neunzig-minütigen Rede die viel diskutierten Themen Neumarkts. Den Woffenbachern präsentierte er ihr neues „Wohnzimmer“ Schlosspark und sprach hier von einer angenehmen „grünen Lunge“, welche mit einem Gesamtinvest von 750.000,- EUR finanziert und geschafften wurde. Dieser Umbau sei vehement eingefordert worden und einige wenige hätten der Verwaltung hier ab und an auch Verzögerung vorgeworfen.

„Fordern und schreien“, so der OB, könne man viel, aber um es auch adäquat umzusetzen und ordentlich zu kreieren benötige es eben auch Zeit, insbesondere bei der momentanen Auftragslage in der Stadtverwaltung. „Was wir machen, das machen wir ordentlich, vor allem aber prioritär und nach Dringlichkeit“, so Thumann.

Man habe, rückblickend, 2014 ein „tolles Jahr“ erlebt, inwelchem viele Projekte, die seit Jahrzehnten „auf der Agenda wabern“ erledigt worden seien. Das Stadtbild werde beinahe täglich verschönert und Investitionen in allen Stadtteilen angestoßen. „Gestern warf man Stillstand vor, heute wird zu viel gemacht“. Dies sei, so Thumann, paradox und könne von ihm nur mit einem Lächeln und dem Ausspruch „jammern auf hohem Niveau“ quittiert werden. Die Höhe der Investitionen seien in einer Dimension wie nie zuvor in der Stadtgeschichte. Thumann: „Lasst uns das genießen, betrachten wir es mit Vorfreude aber auch mit der nötigen Demut“.

Die Großbaustelle Neuer Markt käme gut und verkehrssicher voran. Durch das dort einziehende „Radisson Hotel“ mit 106 Zimmern schaffe man Tagungsmöglichkeiten und bringe mit dem Multiplex-Kino und einem Elektromarkt zusätzliche Kaufkraft in die Stadt. Auf sein Anraten hin gebe es künftig eine Zusammenarbeit zwischen dem Verein Aktives Neumarkt e.V. und dem Center-Management des Neuen Marktes, um die vorhandenen „Kräfte zu bündeln“, so der OB.

Auch im Bereich Klostertor entstehe mit dem Umbau des Kapuzineranwesens sowie des Weißenfeldplatzes eine Anpassung des Gürtels um die Altstadt. Das „Obsthäuschen“, welches von einigen diskutiert wird, spiele für ihn dabei keine Rolle, ließ Thumann zweifelsfrei erkennen.

Seinen warnenden Zeigefinger hob der Oberbürgermeister hinsichtlich des Ganzjahresbades. Hier sehe man sich einem „immens hohem Bauinvest“ sowie einem zu erwartenden Defizit an Einnahmen gegenüber. Dies müsse man auch in der Bevölkerung wissen, weshalb hier eine extrem gut durchdachte Lösung vorhanden sein müsse bevor man in die Umsetzung gehe. „Wir können viel machen in Neumarkt, wir machen viel, aber wir können nicht alles und vor allem nicht zeitgleich machen“, warnte Thumann die Ungeduldigen.

Als „größten Fehler der Stadtratsgeschichte“ bezeichnete Thumann die Entscheidung Turnerheim, mit einem Seitenhieb auf CSU und SPD. Eine weitaus teurere Variante in Verbund mit der schlechteren Lösung sei „schlichtweg Wahnsinn“. Aber er sei so viel Demokrat, dass er diese Entscheidung akzeptiere und bescheinigte den Architekten Kühnlein hervorragende Arbeit trotz dieser Widrigkeiten.

Angesprochen auf die Brandschutzproblematik der Jurahallen gab OB Thumann zu erkennen, dass er selbst wie auch die UPW-Fraktion eine Sanierung präferiere. „Damit gewährleisten wir unser Volksfest auf die nächsten Jahre und können in Ruhe überlegen wie wir weiter verfahren und wie sich die Strömungen entwickeln“.

Günter Müller bezeichnete in seinem Grußwort die Stadt Neumarkt als Vorbildkommune und Lokomotive des Landkreises. „Hier pulsiert das Leben unserer Region“, so Müller.