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Wählen gehen für Europa

„Am 26. Mai: Wählen gehen!“ – das ist die zentrale Aussage einer bayernweiten Plakatkampagne, die der Vorsitzende des Europaausschusses im Bayerischen Landtag, Tobias Gotthardt, für den Landkreis Neumarkt präsentiert hat. Unterstützt wird er dabei von dem Kreisvorsitzenden der Jungen Freien Wähler Matthias Penkala und dem UPW Vorsitzenden Sebastian Schauer, die die Plakate in den nächsten Tagen verteilen wollen: „Diese Europawahl ist eine echte Schicksalswahl: Es geht darum, ob wir Demokraten im Haus Europa die Maurerkelle behalten – oder ob wir es den Radikalen geben, die mit der Abrissbirne kommen“, so Gotthardt. Auch der Freystädter Stadt- und Kreisrat Penkala ist überzeugt: „Nichtwählen ist keine Option – deshalb werben wir FREIE WÄHLER jenseits unseres Wahlkampfes auch gern parteiübergreifend.“ Die Idee ihres Parteikollegen hält Daisy Miranda derweil „für einzigartig: Fürs Wählen-gehen werben, ohne Kandidat zu sein. Das ist echte Leidenschaft.“

Die Idee, so Gotthardt, sei ihm frühmorgens beim Joggen gekommen: „Ich habe mich gefragt: Wie kann ich als Vorsitzender des Europaausschusses im Landtag für die Europawahl werben – ohne Kandidat zu sein?“ – und als langjähriger Referent im Europäischen Parlament weiß der heutige Landtagsabgeordnete, wovon er spricht. Dass er bis zur Europawahl knapp 70 wahlbezogene Termine bayernweit absolviert, war dem 41-jährigen Kallmünzer dabei nicht genug: „Besondere Situationen verlangen besondere Maßnahmen. Als ich dann an einem Wahlplakat vorbeigelaufen bin, war die Idee der parteiübergreifenden Mobilisierungsplakate geboren.“

Man sieht es regelrecht: Tobias Gotthardt hatte Spaß bei den Fotoaufnahmen. Stern in der Hand, Supermanngewand – mit diesen witzigen Motiven wirbt der Vorsitzende des Europaausschusses im Bayerischen Landtag parteiübergreifend fürs „Wählen gehen!“ am 26. Mai und erklärt: „Wir stehen vor einer Schicksalswahl: Wer nicht wählt, verkauft die europäische Idee an radikale, antieuropäische Kräfte.“ Im Bayerischen Landtag hat Gotthardt seine von ihm selbst finanzierte Kampagne bereits letzte Woche offiziell gemeinsam mit Vizepräsident Alexander Hold vorgestellt. 1000 Plakate werden nun im gesamten Freistaat verteilt.

Angesprochen auf das Superman-Motiv, muss Gotthardt schmunzeln: „Das war spontan: Ich hatte die Europafahne dabei, wollte sie zuerst einfach in Händen halten, aber das war uns eindeutig zu träge. Dann hab ich sie mir umgehängt, rumgewitzelt – im Ende war das das beste Motiv.“ Der Holzstern, den Gotthardt auf dem anderen Plakatmotiv in Händen hält, dekoriert ansonsten sein Kallmünzer Bürgerbüro: „Es war ein Geschenk zur Büroeinweihung – und hat einen Ehrenplatz neben meinem Schreibtisch.“

Die Reaktionen auf die Kampagne sind, so Sebastian Schauer, durchwegs positiv: „Die Leute haben mich beim Aufstellen angesprochen, das Motiv gelobt – und waren begeistert davon, dass Tobias den Aufwand jenseits aller parteilichen Interessen betreibt.“ Und auch im Netz sind die Reaktionen positiv, die „likes“ zahlreich. Gotthardt ist entsprechend zufrieden: „Wenn ich als Vorsitzender des Europaausschusses mit meinen 1000 Plakaten auch nur einen kleinen Beitrag zu mehr Wahlbeteiligung leisten kann, ist das Ziel erreicht.“